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Jeden Tag einen Kopf | Skulptur

In diesem andauernden Projekt habe ich mich entschieden, mir jeden Tag einen Kopf zu machen. "Machen" heißt in diesem Fall plastisch oder grafisch zu skizzieren. Es (das Projekt) ist fester Bestandteil meines künstlerischen Alltags, aber es kommt vor, dass Pausen zwischen den Köpfen entstehen. Geboren wurde das Projekt schon während des Studiums in Weimar - mich hat die Anatomie des Kopfes fasziniert. Er ist aber eben nicht nur Träger von äußerlichen Merkmalen, sondern bildet noch andere Qualitäten ab, die aus dem Schicksal eines Menschen erwachsen und durch die Art der Darstellung zum Vorschein gebracht werden können. Viele Köpfe entstanden so schon bisher, hier gezeigt wird lediglich eine Auswahl. Die meisten Köpfe existieren nicht mehr plastisch sondern nur noch als fotografische Dokumentation. Es handelt sich also um ein hybrides Projekt aus Fotografie/ Plastik/ Malerei und Montage. Mittlerweile ist aus der Entspannung während des Modellieren/ Zeichnens eine Art Meditation geworden - das Gegenteil zur Redewendung "sich einen Kopf machen". Im Grunde mache ich mir jeden Tag einen Kopf, um mir in dieser Zeit mal keinen Kopf zu machen.